Tuesday, September 18, 2012

LICHTWEIDEN

Schaut: Die Mutterseite ist frisch und neu!


BESUCHT UNS AUF: LICHTWEIDEN.DE

Alle Informationen, Kontaktdaten und vor allem eine frische Auswahl an Projekten der letzten Jahre! Bis gleich!

Friday, May 15, 2009


Musikvideo I Release

Nach langem Warten in den Startlöchern erscheint nun endlich das
taufrische Sommervideo von Chapeau Claque.

Poetische Kraft, kräftige Gitarren-Klänge und ein wenig Zauberei: Die Single-Auskopplung "Unsere Liebe - ein Storch" der Band CHAPEAU CLAQUE liefert warmherzige Sommermelodien die verführen. Im Text geht es um die Liebe und ihre Wandelbarkeit, um Wünsche und Illusionen. Doch jeder erkennt für sich ganz eigene Assoziationen aus dem kreativen Spiel mit den Worten. Ein Liebeslied ohne Kopiervorlagen, das zum Nachdenken und Tänzeln gleichermaßen anregt. Chapeau Claque haben sehr erfolgreich am ersten nationalen Radio Award, ausgerichtet von den Radios: You FM, Fritz und Sputnik, teilgenommen und den 2. Platz beim Finale in Berlin im Oktober 08 belegt. Bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2009 landete Mademoiselle CHAPEAU mit ihrer Band auf dem 6. Platz.

Schaut es Euch an und lasst Euch verzaubern!

Wednesday, March 25, 2009


DVD-Release I Musikvideo

Das renomierte Metall-Magazin Metallhammer berichtete nicht nur inständig von unseren Dreharbeiten mit der Band Sonic Syndicate, sondern veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe sogar ein exklusives Release des Videos "Powershift" als DVD-Beigabe. Das ist doch mal eine Kaufempfehlung wert!! :)

Wednesday, January 28, 2009

Kinopremiere "Drehort Weimar"


Kinopremiere I DVD - Präsentation

Die vom Bauhaus Film-Institut und seinen Partnern veröffentlichte DVD "Drehort: Weimar" mit Filmen von Studierenden und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar wird am 28.1. um 22 Uhr im Kommunalen Kino Monami erstmalig vor Publikum präsentiert.


Weimar ist Filmstadt seit fast 100 Jahren - und ein Drehort mit vielen Facetten: Kleinstadt-Kulisse, historischer Schauplatz oder verstecktes Motiv, Handlungsträger oder Modell für einen Studio-Nachbau. Im Sommer 2007 fand die Ausstellung DREHORT: WEIMAR statt, die von Studierenden und Lehrenden der Bauhaus-Universität Weimar konzipiert und realisiert wurde.
Auf der Auswahl der im Rahmen dieses Ausstellungsprojektes vorgestellten studentischen Filme basiert die vorliegende Kompilation.

Seien Sie mit der DVD eingeladen, Weimar mit anderen Augen zu sehen. Entdecken Sie mit unserer Filmauswahl, zusammengestellt durch das Bauhaus Film-Institut, Weimar neu. Wir präsentieren Ihnen Filme Weimarer Studierender und Alumni der Fakultäten Architektur, Gestaltung und Medien der Bauhaus-Universität, die sich mit Stadt und Region als Dreh- oder Produktionsort, als Atelier- oder Studienort in besonderer Weise auseinander gesetzt oder die den Weimarer Filmpreis erhalten haben.


Die Filme:
1 Durch das Warten wachsen • Ingo Schiller • 2005 5:05 Min.
2 In der Schillerstraße • Albert Beckmann • 2006 5:30 Min.

3 Der Kubus • Christian Sturm • 2004 1:30 Min.

4 Becoming an Adult living in Weimar • Johannes Starke • 2005 3:53 Min.

5 Jenny sucht Œnen Mann • Jenny Winkelmann • 2006 4:04 Min.

6 Schokolade im Bauch • Lena Libertá • 2007 15:00 Min.
7 Patrouille • Wendy Dettmann • 2008 8:42 Min.

8 Mozartbrot • Erek Kühn • 2005 15:00 Min.
9 Heimat in der Fremde • Fabian Gießler • 2005 17:20 Min.

10 Die Stille • Susann Maria Hempel • 2006 1:02 Min.

11 76 - 108 • Viktor Hoffmann • 2005 3:45 Min.

12 Der Peter • Sebastian Helm • 2005 6:33 Min.

13 Turn Your Smile On • Sebastian Binder / Marius Böttcher • 2007 5:48 Min.

14 Dream I+II - Leafcutter John • Lars Nagler • 2006 5:45 Min.

Gesamt: 100 Min.

Monday, January 05, 2009


Presseschau

Noch in den letzten Monaten gedreht, eifrig bearbeitet und noch fast warm auf dem Tisch: Bald erscheinen die neuen - von QUENT-FILM produzierten - Musikvideos der schwedischen Metallband Sonic Syndicate. Und schon sind auch alle eifrig dabei über uns zu berichten. QUENT-FILM produzierte 2 Musikvideos für das Album Love And Other Desasters, das in Schweden auf Platz 13 und in Deutschland auf Platz 36 der Charts landete.


Rock On!

Tuesday, July 15, 2008

Videopremiere I Die Apokalyptischen Reiter

Pünktlich zu aufsteigenden Stern des neuen Album LICHT kommen nun auch gleich 2 Single-Auskopplungen mit gewaltigem Krach und der gewohnt pompösen Leichtigkeit der Metallegende
Die Apokalyptischen Reiter auf den Musikmarkt. Und wie schon vor Wochen berichtet verwöhnt QUENT-FILM das Auge mit den dazu passenden Bilder.

Thursday, June 19, 2008

10. Backup_festival


Lichtspielvorführung I Lauras Fest

Im Rahmen des 10. Backup_festivals wird an diesem Abend in Zusammenarbeit mit den 2. Weimarer Film- und Fernsehtagen LAURAS FEST von Katharina Knust seine wohlverdiente Premiere feiern. Und da es quasi ein Heimspiel ist, wird auch Turn Your Smile On auf der großen Leinwand im Theatersaal des Lichthauses zu sehen sein, genau an dem Ort an dem er vor anderthalb Jahren entstand. Ab 16 Uhr öffnet sich der Vorhang auf dem E-Werk Gelände für die Veranstaltung Bauhaus_ausgezeichnet und hofft auf zahlreiche Zuschauer, die das wunderschöne Lächeln einfach nicht aus dem Gesicht bekommen werden.

19.Juni 2008, 16Uhr I Lichthaus Weimar


Monday, June 02, 2008

Eine Lachspange geht um die Welt


Theaterpremiere I Theater im Karton, Jena

Letzten Samstag lachten die Zuschauer nicht schlecht als die wunderschön strahlenden Jünglinge mit ihrem omnipräsenten Lächeln die gesamte Bühne des Theaters im Karton in Jena erhellten. Die aus dem hier schon oft gepriesenen Musikvideo "Turn Your Smile On" bekannten und beliebten Apparaturen des seichten Glücks wurden im Stück "Existenzdurchfahrt" von Paul Josiger adaptiert und von den wunderbaren Schauspielern Jörg Schwabe und Ralf Bartho ins Rampenlicht getragen. Eine wirklich empfehlenswerte Aufführung von der Bahnsteigkante. Halten Sie also Ausschau nach weiteren Haltestellen! Lichtweiden wünscht viel Spaß dabei!!

Saturday, May 17, 2008

Musik wird zu Bild

Musikvideodreh I Die Apokalyptischen Reiter "Der Weg"

"....Komm und reich mir Deine Hand!!" In der Visualisierung der tönenden Musik der schon umfassend bekannten Band "Die Apokalyptischen Reiter" standen unsere Helden dieses Wochenende 3 lange Drehtage im totalen Blau. Passend zu dieser hoffnungsgebenden Farblichkeit singen sie von Wegbereitern und Mutmachern im Leben, so wie es es selbst sicherlich auch schreiben würde. Was sich nun hinter dieser geheimnisvolle Farbe verbirgt, welchen Weg unsere Protagonisten bewältigen und welche Abenteuer sie dabei auf Film gebannt erleben müsssen, kann nun schon bald zielsicher zur SINGLERELEASE am 27.Juni auf ihrer Homepage [ www.reitermania.de ] bewundert werden. Viel Spaß dabei!!


Wednesday, April 02, 2008

Hollywood zu Gast bei Günter Reisch



Gefunden I Günter Reisch meets Tom Hanks

Der wunderbare Honorarprofessor der Bauhaus-Universität Weimar, Günter Reisch, der nun schon seit über 50 Jahren Kinogeschichte schreibt, bekommt Überraschungsbesuch aus Hollywood. Und wie immer dabei: Reischs drittes Auge, seine ihn allzeit begleitende Videokamera bannt dieses Ereignis auch für uns auf youtube fest. Anschauen!

Saturday, March 01, 2008

Homepage endlich fertig



The Blaze Place
I In Produktion


Das noch im letzten Jahr als "Playtime" gestartete Projekt von Quent-Film findet nun seine erste visuelle Vorstellung als The Blaze Place mit neuer Homepage, zwei frischen Trailern, Fotos und jede Menge Infos über unseren neuen Film.

www.theblazeplace.com

Tuesday, February 26, 2008

Landesfilmfestival FILMTHUER08

Und doch! Was für ein Wochenende!! Jubel und Heiterkeit. Und es war ja auch schön.....

"Der Hauptpreis, der „Goldene FILMthuer-Obelisk“, ging an die Studentin Lena Libertá, die mit ihrem Kurzspielfilm SCHOKOLADE IM BAUCH Jury und Publikum gleichermaßen verzauberte: Bäcker Rose ist stolz auf seinen Schokoladenkuchen, dem ein kleiner Junge mit SCHOKOLADE IM BAUCH jedoch nicht den nötigen Respekt entgegenbringt. Am Ende der Geschichte jedoch waren sich alle einig – der Bäcker Rose und seine Frau, der kleine Junge, die Jury und das Publikum. SCHOKOLADE IM BAUCH wurde außerdem mit einem ersten Preis in der Kategorie „Studentenfilm“ und einem Sonderpreis für die beste Regiearbeit ausgezeichnet."

"Ebenso erfolgreich war am Wochenende die Abschlussarbeit von Marius Böttcher und Sebastian Binder – das Musikvideo TURN YOUR SMILE ON: Wie in einer fröhlich-bunten Seifenblase manövriert sich die FirstClass-Ausgabe einer Boing 747 durch die biedere Welt der Sechziger. Wolken ziehen vorbei und die Champagnerkorken knallen. Eine Welt der Maskeraden und des schönen Scheins. Der gesungene Titelsong TURN YOUR SMILE ON der Band Nachtlüx wird dabei wortwörtlich umgesetzt. Die Jury in Jena prämierte auch hier mit einem ersten Preis in der Kategorie „Studentenfilm“ sowie mit einem Sonderpreis für die beste Montage. TURN YOUR SMILE ON konnte u.a. schon einen Erfolg beim backup_festival 2007 feiern und erhielt einen Sonderpreis bei den Unicato Awards 2007, den Preisen des studentischen Filmmagazins Unicato im MDR Fernsehen. Die Bachelor-Arbeit wurde betreut von Wolfgang Kissel, Professur Medien-Ereignisse, und Juliane Fuchs, Fakultät Medien."

Den dritten Preis in der Kategorie Spielfilm gewann Sabine Umlauft mit I AM I. Und somit schließt sich das Wochenende als doch rundum gelungene Veranstaltung, die wieder einmal recht viel Geschmack bewies. Danke:)

Friday, February 22, 2008

Auch wenns langsam schwer fällt: Turn Your Smile On!

Heute Abend 18Uhr eröffnet im Volksbad Jena das 18. Landesfilmfestival FILMTHUER 08! Und mit dabei, und auch immer wieder gern ....oder für alle die es immer noch nicht bewundern konnten: Turn Your Smile On!!!

FILMTHUER08 : 22.02.08, 18Uhr, Jena / Volksbad


Thursday, January 24, 2008

Smile ontour



Turn Your Smile On I Festivalaufführung

Am kommenden Wochenende findet nun zum erstem Mal mit großer Begeisterung das Braunschweiger Rendezvous der Filmemacher statt und natürlich findet sich auch Turn Your Smile On auf der Liste der wunderbare Werke der Leinwand wieder.

Samstag, den 26.01.2008 / 17Uhr // LOT-Theater Braunschweig.

Saturday, January 19, 2008

DVD Releaseparties



TOBSUCHT I DVD-Release

Das große und pompöse Release der schon jetzt legendären Live-DVD der Apokalyptischen Reiter mitsamt Backstage-Doku von Quent Film kommt immer näher und reist im passenden Rahmen schon jetzt durch Deutschland, um in ausgewählten Kinos und in Anwesenheit der Allstars das Werk vorzustellen. Alle Infos unter Reitermania.

DVD Release: 01.02.2008

Monday, December 24, 2007

It's Playtime!


Playtime I In Produktion

Nach nun monatelangen Vorbereitungen und 3 überlangen Drehtagen haben wir es mit der unglaublichen Unterstützung des besten Teams aller Zeiten und den schönsten Komparsen ever geschafft, das Projekt Playtime noch pünktlich zum Jahresende abzudrehen. Die ersten Bilder des visuellen Schaffens der Künstlichkeit, der Geschichte um Lüge und Wahrheit, der Verhüllung und der Scham, sind schon hier unter dem folgenden Link zu finden. Wir danken allen die uns geholfen haben, insbesondere der Thüringer Staatskanzlei sowie GS ViTec, die uns als Betatester die neu entwickelte 2k Kamera zur Verfügung stellten um damit das schaffen zu können, was wir uns vorgenommen hatten.

Die ersten Bilder vom Dreh

Wednesday, November 14, 2007

Weil es so schön ist



Turn Your Smile On
I 20. Exground Festival


Zum Jubiläum des Exground-Festivals in Wiesbaden starten die Filmtage nun mit einer neuen Sonderkategorie. Das am Sonntag stattfindende Musikvideoprogramm zeigt neben Videos von Mousse T., Orishas und Stereo Total nun auch die fröhliche Dekadenzverfilmung "Turn Your Smile On" von Nachtlüx. Wir freuen uns lächeln fröhlich weiter.

EXGROUND SCHREIBT:
Premiere beim 20. exground filmfest: ein eigens zusammengestelltes Musikvideoprogramm. Aus den zahlreichen Einreichungen haben wir die besten Clips ausgewählt. 16 Produktionen aus ganz Europa, aber auch aus Südafrika – mit Musik unter anderem von Attwenger, Stereo Total und Mousse T., aber auch klassische Kompositionen von Jürgen Grözinger. Die Clips zeichnen sich aber nicht nur durch tolle Bilder aus, sondern einige Regisseure haben den Klangteppich auch mit Animationen und Found Footage unterlegt. Groovy!

SONNTAG, 18.November 22Uhr, Kulturpalast Wiesbaden

[PROGRAMMHEFT]


Saturday, November 10, 2007

Smile, again and again


Turn Your Smile On I Festivalinfos

Nachdem nun in Weimar, Jena und selbst Dortmund erfolgreich das Rauchen eingestellt, die Gurte geschnallt und das fröhlichste Lächeln angelegt wurden, erklärte sich auch Magdeburg bereit, unsere ominösen Lachspangen aufzusetzen und hüllte sich so im Rahmen des LocalMovies-Festivals mit dem Glanz der dekandenten Sechziger. Und prompt gewannen wir auch, und so wurde uns in der Moritzburg vor feierndem Publikum der erste Preis für das Intervoting verliehen. Danke;)

Festivals
Weimarer Film- und Fernsehtage 2007

Kulturarena Kurzfilmnacht 2007
Medienrolle 2007, Bauhaus-Universität Weimar

XXS Kurzfilmfestival Dortmund
Backup_Festival

DOXX.TV LocalMovies, Magdeburg

Tuesday, September 11, 2007

Die dunklen Seiten der Nacht

TV Premiere I Schokolade im Bauch

Krimizeit bei Unicato. Mit einer Auswahl von drei kurzen Thrillern beweist das studentische Filmmagazin, dass die mitteldeutschen Nachwuchsregisseure den gestandenen Kollegen bei der Entwicklung von hochspannenden Sujets in Nichts nachstehen. Passend zur Sendezeit wendet sich Unicato den dunklen Seiten der menschlichen Seele zu: von Giftmischern, Identitätenhändlern und Zugmördern erzählen die Kurzfilme, die an der Universität Leipzig, der Leipziger Fernsehakademie Mitteldeutschland und der Bauhaus-Universität Weimar entstanden sind.

Als besonders lecker reiht sich dabei wohl "Schokolade im Bauch" in die Riege der duftig-düsteren Beitrage dieser Nacht: Bäcker Rose ist stolz auf seinen Schokoladenkuchen. Als ein kleiner Junge seinem besten Produkt nicht den nötigen Respekt entgegenbringt, versucht der Bäcker ihm eins auszuwischen. Die Falle schnappt zu, doch der Konditor glaubt, einen Mord begangen zu haben.

Die Weimarer Studentin Lena Liberta konnte in diesem Jahr den Drehbuchwettbewerb der Mitteldeutschen Medienförderung in Halle für sich entscheiden. Dafür erhielt sie einen der begehrten Plätze im renommierten EAVE Workshop (Les Entrepreneurs de L'Audiovisuel Europeen) für Filmproduzenten, Regisseure und Autoren, der dieses Jahr in Zeuthen stattfand. Außerdem wurde ihr Film “Schokolade im Bauch" auf dem Forum Selbstgedrehtes in Halle mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Sendetermin: 12. September 2007, 0:40 Uhr im MDR Fernsehen


Friday, September 07, 2007

Showreel quent-film.com

Und doch endlich: Der neue pompöse Showreel von Quent ist nun zum anschauen bereit.

Showreel anschauen

Wednesday, July 11, 2007

Sehen, was uns am sehen hindert

Kinoheft3 - Release I Lichthaus Weimar, 12.07/20Uhr

Filmkritik will sehen, was uns am sehen hindert. Nach der Berlinale-Premiere sagt C. von Jascheroff über den Film Jagdhunde: „Sie sprechen miteinander, obwohl sie nicht miteinander sprechen können. Die Erwachsenen könnten miteinander sprechen aber sie tun es nicht. Es ist ein Film über Veränderungen.“ Wie hat sich das Kinoheft verändert, im verflixten 3. Jahr? Werden wir sprachlos, wenn Ann-Kristin Reyels sich im anschließenden Regiegespräch mit Prof. Dr. Lorenz Engell zu Ihrem Film äußert? Fragen und Antworten gibt es am 12. Juli, ab 20 Uhr. Im Nachtprogramm werden dann Hempel&Sauter Worte vertonen.

Tuesday, July 10, 2007

Die Wunderlampe

Die Wunderlampe I In Produktion

Es gibt viele schöne Kinderfilme. Sie erzählen den Kindern vom Leben und von der Welt. Sie erschaffen neue Welten, neue Helden, die von der Kindern gebraucht werden. Aber wo sind diese wundervollen Geschichten für gehörlose Kinder? Wo sind die Kinderfilme in Gebärdensprache? Gerade Kinder brauchen Geschichten, damit sie die Welt verstehen. Und was sind Filme anderes als moderne Geschichten?

Annekathrin Walther drehte im Frühjahr 2007 den wunderbaren Märchenfilm "Die Wunderlampe" komplett in österreichischer Gebärdensprache an Originalschauplätzen in Wien. Ein erstaunliches Märchen über die Kraft der Wünsche, der Fantasie und des Zaubers im Alltag. Das kleine Mädchen Lena findet auf dem verstaubten Dachboden eine wundersame Wunderlampe samt Djinn, der fortan tüchtig Chaos im so schön geordneten Mutter-Kind Haushalt stiften wird. Doch neben diesem Neuen im großen Leben der kleinen Lena bringt der Djinn schon bald eine Veränderung ins Haus, die das Leben der beiden mächtig herum wirbeln wird. Doch seht es Euch am besten selbst an.

Die Fertigstellung ist für den Oktober 2007 geplant. Zur Zeit wird noch eifrig an den nötigen Animationen des kleinen Djinn im Trickfilmstudio gearbeitet, was so zusammen mit den Realfilmaufnahmen aus Wien den kompletten Zauber des kleinen Märchens erschaffen wird.

[ZurHomepage]

Tuesday, June 12, 2007

Turn Your Smile On I UNICATO-AWARD-SHOW

Morgen abend im MDR: Das BestOf der schon jetzt heiß geliebten und legendären UNICATO-Sendung mit der Essenz des ersten Unicato- Awards. Mit einer besonderen Erwähung der Jury versehen ist natürlich auch Turn Your Smile On wieder einmal mehr im TV zu bewundern. [MDR-UNICATO-AWARD]

Wednesday, May 30, 2007

Babel 2007

Babel 2007 I Dokumentation in Produktion

Nach einer fünf Monate andauernden Drehzeit geht nun die Dokumentation von Jarno Müller in den Schnitt um so gerade noch rechtzeitig zum Ende des Kulturjahres 2007 fertig werden können.

"Babel 2007" ist eines der zentralen Projekte der Philharmonie Luxemburg im Rahmen von "Luxemburg und Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007". Mit "Babel 2007" soll ein der kulturellen Vielfalt der Großregion entsprechendes Referenzprojekt für Musikvermittlung entstehen, das Menschen jeden Alters ermöglicht, sich der Vielfalt der Musik mit eigenen Ideen und persönlichen Ausdrucksmitteln zu nähern.
Der Film erzählt das Musikprojekt "Babel 2007" anhand der Geschichte eines der mitwirkenden Kinder. Seine Einbindung in das Projekt und seine Entwicklung während des Projektes steht exemplarisch für die Entfaltung und Schöpfung des Ganzen. Ein Filmteam begleitet ein Kind bei seiner Reise in die Welt der Musik. Wie fühlt man sich, wenn man mit zwölf Jahren plötzlich als Taktgeber vor einem 100 Mann starken Philharmonieorchester steht, mit diesem gleichberechtigt zusammenarbeiten und eine Komposition erarbeiten soll? Wie wächst (oder scheitert) man an seinen Aufgaben, wie gehen Schule, Elternhaus und Freunde damit um? Wie trägt die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Menschen Früchte und überwindet Sprachbarrieren und Ländergrenzen? Wie inspiriert die Zusammenarbeit mit Kindern und Laien professionalisierte Arbeitsabläufe im Musikbetrieb? Ist die gemeinsame Reise eine Reise der Annäherung? Die Perspektive und die Gefühle des Kindes erlauben einen Blick in das Wachsen und Werden des Stückes "Babel 2007" und der an ihm mitarbeitenden Menschen. In einer Region mit verschiedenen Sprachen, Nationalitäten und Kulturen wird die Musik als verbindendes Element für alle Altersstufen und sozialen Klassen erlebbar gemacht. Als sprach- und länderübergreifendes Projekt konzipiert und in drei Sprachen (deutsch, englisch, französisch) realisiert. Indem der Film das Gesamtprojekt nicht bloß dokumentiert, sondern durch einen visuell-experimentellen Teil zur Uraufführung seinen Beitrag leistet, wird die Dokumentationsprojekt zu einem integralen Bestandteil von "Babel 2007".

Saturday, May 05, 2007

Hollywood im Schönen Schein

Hollywoods Maskerade im Schönen Schein der Sechziger I Textdownload

Extravaganz und der Schein des Schönen: Die heile Welt der Sechziger zeigt eine Maskerade einer Zeit, hinter der das Schöne aufzubrechen droht. In der Bruchstelle wird die unendliche Suche nach dem, was da noch mehr ist, vehement offen gelegt. Doch zunächst klafft nichts: Unter goldenem Schein bleibt vorerst alles verborgen. Weitab der ökonomischen Realität der Hollywood Studios, die sich nach dem Feldzug des Fernsehens nur kaum noch behaupten konnten und den gesellschaftlichen Umwälzungen im Strudel des Zeitgeistes trotzte, zeigt sich die Gesellschaft im Film als eine ewig schillernde Party oberflächlicher Bekanntschaften und freundlichem Lächeln im Gesicht. Mit Filmen wie Breakfast at Tiffany’s wird eine Welt geschaffen, deren glitzernde Anmut im glamourösen Kitsch das Reale lächelnd zur Seite schiebt. Im Rausch dieser exklusiven Atmosphäre bleibt Hollywood stehen und verharrt in diesem Stillstand des Schönen. Doch schon hier geht Breakfast at Tiffany’s weiter, thematisiert es diese Maskerade schon zu Beginn der Dekade selbst, so wird sie im Folgenden doch noch einige Jahre weiter getragen und atemlos im Leben gehalten. Mit Einem Hauch von Nerz oder Goldfinger wird die Welt hinter der Exklusivität der Oberflächlichkeiten zurückgehalten und die Bruchstelle erfolgreich zusammen­gehalten. In der Fabrikation von Träumen dieser Art zeig sich so dann die zentrale Strategie Hollywoods als sinnlähmende Industrie der Massenkultur.

Der so schon von Ernst Bloch in seiner Auseinandersetzung mit der neuen Massenkultur verwendete Begriff der Traumfabrik in Anlehnung an Adornos Kulturindustrie als Zentralstelle für Regression sieht in der Filmproduktion das „fabrikmäßig organisierte Kino“, was damit weitaus mehr mit der reinen Erschaffung einer Schweinwelt zu tun hat als mit Kunst und deren Verarbeitung von Realitäten. Unwirkliche Filme als Flucht-Utopien und Ablenkungsfilme, anstatt einer „Traumfabrik, eine Kamera der kritisch anfeuernden, plan-humanistisch überholenden Träume“ und avantgardistischen Oppositionen mit ganz anderen Inszenierungstechniken in der Wirklichkeit selbst. So tritt uns die Traumfabrik vielmehr noch als eine in ihren ökonomischen Zusammenhängen erfasste Kinomaschinerie entgegen, als eine nach Kracauer und Benjamin beschriebene Zerstreuungs- und Unterhaltungsmaschinerie, die stetig und fast unbemerkt Montage, Illusion und Tagtraum vermischt und dabei neue Realitäten als Imaginationen vertreibt. Eine Bewußtseinsindustrie, die immer selbstbewusster das Bewusstsein der Rezipienten zu behandeln weiß und dabei, selbst den Bedürfnissen abgewandt, Gesellschaft selbst produziert.


[PDF DOWNLOAD DES VOLLSTÄNDIGEN TEXTES]


Friday, April 20, 2007

Turn Your Smile On

Nachtlüx "Turn Your Smile On" I Premiere


>>>Lächeln anlegen und Clip anschauen


Nachtlüx und ihre Lieder aus der Sphäre der Tagträume und Nachtmahre gehen weiter als bloßer elektronischer Trip Hop, wenn sie in der melancholisch - kraftvollen Hymne „Turn Your Smile On“ an die Bruchstelle der Dämmerung anknüpfen, die Maskeraden des Schönen herunterreißen wollen und im Dunkeln das offenbaren, was doch verborgen bleiben soll. Die inhaltliche Tiefe scheint dabei weniger schwer sondern weit.

Das schönste Lächeln aufgesetzt, verweilen sie mit der klaren Stimme von Lea W. Frey und ihren "Dimensionen von Tiefe und Zeit" (Venice Goldstück) in der pompösen Fröhlichkeit der Sechziger, verzaubernd und eindringlich, um dann wieder schnell die Kommerzwolke zu verlassen und in rhythmischer Spannung und melodischer Schönheit genau das zu hinterfragen, was diese Dekadenz auszumachen scheint. Mit schroffen Beats und elektronischen Verfremdungen zerlegt Venezian (keys) die Musik in ihre eigentlichen, lautmalerischen Elemente. Nachtlüx zeigt die Dämmerung als einen musikalischen Aufbruch in neue elektronische Gefilde mit einem melancholischen Blick auf das, was abseits des Pop geschieht: energiegeladene und facettenreiche Klagwelten zwischen Tag und Nacht, grenzenlose Ultraspätromantik und traurig-süßer Schwermut.

Der aktuelle Clip greift dabei die Transformation des Schönen auf, kopiert nicht die Sechziger sondern integriert sie in eine Flugreise der Upperclass in den Wolken, weit weg von allen Sorgen die unter ihnen herrschen. Jegliche Tristesse über Board geworfen lebt es sich wie in einer fröhlichen Seifenblase, bis schließlich diese Welt zusammenzubrechen droht und ein einziger Rebell den Kosmos der Maskeraden zu hinterfragen beginnt.


„Turn Your Smile On“ doch vergiss nicht die Nacht, die um Dich herrscht!



Thursday, November 09, 2006

Jahrestage im kritischen Licht

















Die Mauer I D 1991, Jürgen Böttcher

Mit großen Augen blicken sie einen an. Einsam in Reih und Glied aufgestellt, Gesichter der Großstadt, Fragmente der Geschichte. Die Mauer als Grabsteingefüge an einem undefinierten Ort, blockartig segmentiert und strukturiert. Ein toter Friedhof, den Jürgen Böttcher hier als Projektionsfläche der Geschichte nutzt, als lebendige Materialität, die selbst als Subjekt zur Reflektionsfläche der eigenen Demontage werden soll. Der Film rekonstruiert die Tage dieses Abbruchs, die Konstruktion von Ruinen durch die Dekonstruktion des Betons. Ein Abschiedsfilm der sich vor einen Aufbruch fürchtet, der vielleicht wohl gar keiner ist.

Vögel fliegen über den Beton. Baumspitzen wehen im Wind of Change. Motivierte Balddeutsche stehen stonewashed klopfend und staunend im Kombinat vor dem Ding, das nun weg soll. Baumaßnahmen als Fortschrittsbewegung, Renovierung der Geschichte, Rückbau. Zukunft des Vergangenen. Die Beobachtungen des Films zeigen ein Konglomerat aus schüchterndem Optimismus und strotzenden Vertrauen des Kleinbürgers auf die Dinge die da kommen mögen. Ein sich selbst und der Materialität des eigenen Staates erkundendes Kombinat als Freakshow von DDR-Fragmenten in unrealen Inszenierungen. Gaukler und theatralische Happenings inszenieren die Mauer. Unten wird geklopft und oben in einer mahnenden Funktionslosigkeit im ästhetischen Gegenlicht patrouilliert. Dabei wird die Geschichte selbst zum Subjekt der Inszenierung. Neben den Aufnahmen der mit kleinem Handwerkzeug ausgestatteten Mauerspechte, dem Auffahren großen Gerätes, dem Ablaufen durch die Noch-Autorität der Grenzsoldaten im Dazwischen und der Scharr der Reporter im Außerhalb, unterläuft Böttcher die dokumentarische Rekonstruktion und beginnt selbst Geschichte zu inszenieren. Er zeigt, wie er Geschichte zeigt.

Im ratternden Rhythmus projiziert er die Historie des Raumes auf sich selbst, vor dem Publikum der revoltierenden Zeit. Auf der Materialität eine Historizität. Böttcher zeigt die Bilder des Aufbaus der steinernen Wand mit aufgestellten Projektoren vor deren Mauerresten als öffentliches Spektakel. Episoden ziehen vorbei. Pickelhelme marschieren durch das das Brandenburger Tor. Hitler präsentiert sich in Schwarz Weiß. Und was folgt ist das zerstörte Berlin. Durch die Ruinen der Stadt drängt sich das Material des Betons, die Elemente der Mauer, während zum cinematographischen Geräusch des Malteserkreuzes die Abtragung der eigenen Substanz in Hammerdröhnen übergeht. Damals das tonale Symbol des Aufbaus dokumentiert im Jetzt den materialen Abbau. Zweimal Projektion. Zweimall Geschichte am Objekt der Mauer markiert. Zweimal führte dies zum Krieg. Die als Einschübe organisierten Projektionen auf der fragmentierten Mauer werden zum Störfaktor inmitten eines dahin treibenden, jubelnden Volkes. Nach der Lichtpräsentation der DDR-Riege auf der dahinbröckelnden Mauer folgt erst einmal nichts. Der Hinweis auf eine strikte Kontinuität wird offensiv. Das Publikum hockt dabei mit ihren Füßen auf Mauerstümpfe, so wie sich diese abgehackten Fragmente selbst auch in die Projektion der Geschichte einschreiben. Das stumme Betrachten scheint dabei in der sozialen Interaktion mir dem Beton immer präsenter. Am nächsten herbstkalten Morgen scheint die aktive Abtragung vorerst unterbrochen. Neugierige Blicke drängen sich in dieser Beobachtung der Beobachtung durch gehämmerte Mauerlöcher. Steinerne Rahmungen kadrieren das deutsche Geschehen auf beiden Seiten in einer guckkastenartige Inszenierung der Begegnungen. Der zaghafte Blick in den rosaroten Westen, wo dann doch auch nur das Wetter alles in ein tristes Grau verwandelt hat. Was bleibt? Die Durchlässigkeit einer Undurchlässigkeit. Nichts ist abgeschlossen und nichts ist zerlegbar. So ist auch die Geschichte nur im Prozess erfahrbar. Und bleibt wohl weiter kontinuierlich. Selbst wenn sie fragmentiert, in kleine Teile zerhämmert oder episodenhaft projiziert wird. Böttcher zerlegt hier eine Hoffnung, die er nicht teilen kann.

Das Hämmern hat sich in ein Grollen verwandelt. Mit tosendem Geschrei und lautem Tohuwabohu feiern bunte Raketen und fröhliche Menschen die Überwindung der Einzelheit und eine zweisame Allgemeinheit. Wir sehen das Treiben verhalten durch ein Autofenster, fahren langsam an das brodelnde Brandenburger Tor heran, um dann mit der Kamera die Bewegung ins Abseits fortzusetzen. Sehen abgedrängte Einheiten des gemeinsamen Volkes. Zukunft im Prozess in seiner Einzelheit. Auch Böttcher bleibt dem Treiben entfernt, trennt sich durch eine selbst geschaffene Mauer ab, um im Abstand das noch jubelnde Volk zu beobachten. Die Abkapselungen im System der Einigkeit scheinen hier nach dem Aufreißen der Trennlinie immer stärker in sich organisiert und Insel bildend. Dagegen hämmert das beobachtete Volk einig gemeinsam weiter, feiert und schaut. Jubelnd schreien sie in die Kamera, „Woodstock war `n Dreck dagegen“. Zusammen als Treibgut im bunten Staatenumbruch. Böttchers Ängste, die den Abriss des Betons als Aufbruch in einen hordenhaften Marsch ins Ungewisse sehen, lassen die tief greifende Enttäuschung dieser revolutionärer Zellen erahnen, wie wir sie heute begreifen können. Geschichte als greifbare Materialität die ihren Prozess ins Heute fortsetzt. Ein Aufbruch, der wohl so gar keiner war.

Wednesday, September 27, 2006

Kinoheft2 -online-


Das Kinoheft 2 I Filmkritik

Die Früchte der kritischen Betrachtungen und gedanklichen Fixierungen der Berlinale 2006 nun neu gebunden und digitalisiert hier in voller Pracht zum downloaden. Ein ganzes Paket frischer Kritiker stellt sich vor, schreibt und denkt über das, was das Licht ausmacht.


Kinoheft2

Entstanden an der Bauhaus-Universität Weimar im Seminar "Filmkritik" unter der Leitung von Manuela Klaut und André Wendler, sowie der Betreuung durch Dr. Ute Holl.

Gern nehmen wir natürlich auch Bestellungen der nur noch wenigen Exemplare der Printversionen entgegen.

Tuesday, September 26, 2006

Parallel Film

Christoph Hochhäusler (Autor und Regisseur von u.a. "Milchwald") schreibt und denkt und auch mal umgekehrt:

Parallel Film

Notizbuch Christoph Hochäusler.

Thursday, September 21, 2006

Hausmusik

Gefunden: Begriffe der Musik in Bild und Ton.

Music for one appartement

Wenn Musik den Ton macht, den Schritt angibt
und der Schnitt einfach nur noch folgt.


Thursday, September 07, 2006

Das Licht in der Ferne



Aus der Ferne I Thomas Arslan, D 2006

Wie ein Bleistift benutzt Arslan die Kamera als kommentarlose Notiz seiner Reise ohne dabei wirklich selbst zu registrieren, was er da sieht. Rekonstruktion einer Vergangenheit in Abwesenheit von genau dieser. Ohne Bestimmung, ohne Ziel. Das mag eine schöne Zeit gewesen sein, beobachtend auf den Märkten zu verweilen, ruhend im Gewühl der Zeit an der Grenze zum Orient. An einem Ort wo so viel passiert, mit dem Arslan so viel verbindet. Der Zuschauer allein mit einem Blick, der fremd bleibt, aus der Ferne einer undurchdringlichen Position. Abgestellt im Trubel. Soviel Masse in Abwesenheit von allem.

Die Kamera verliert dabei scheinbar jegliche Führung, verharrt starr beobachtend. Ortswechsel. Szenenwechsel. Themenwechsel. Kinder spielen auf der Straße. Ein T-Shirt Träger zerschneidet zerhacktes, blutendes Fleisch, nachdem er uns zuvor tief in die Augen sah. Schöne Farben. Alles ist da im Bild. Irgendwo in der Ferne. Doch fern bleibt eben das, was wir nah haben wollen. Der Mangel breitet sich aus und zieht sich durch die Beobachtungen, wie die schnell vorbeieilenden Brüche der Nichtnarration. Doch genau diese ist es, die nun die zu füllende Lücke langsam zu kitten beginnt. Unser Schrei nach ihr verklingt, als wir erkennen, dass da doch was ist. Assoziationen setzen ein. Bilder verwischen, werden nur noch bruchhaft wahrgenommen und mit neuen Bildern verbunden, die sich eigentlich gar nicht auf der Leinwand finden lassen. Verknüpfungen bilden neue Ketten, bilden Konglomerate einer Narration inmitten der Nichtnarration. Der Zuschauer allein. Und plötzlich beginnt er zu arbeiten. Doch ohne Kontinuität. Denn dann beginnt wieder alles zu klaffen. Ich blicke wieder auf die Leinwand. Und weiß wieder einmal nicht wohin.

Im Hotelzimmer berichtet Arslan von einem Poetiker-Schreibtisch aus mit Brille und Moleskinheft frappierend arrangiert über Ziel und Richtung. Ganz allein bleiben wir also doch nicht. Berichtet wird. Und auch eine Tante sagt, wie alles gewesen sei. Die außen stehende Sichtweise wird so ehrlich fortgesetzt. Führt uns weiter in seiner Reise, die ein uns immer mehr erdrückt. Sein Blick zeigt seine Welt als filmisches Bilderalbum unbewegend aneinandergereiht. Ein Reisebericht, der nachträglich chronologisch zusammengestellt, sich seinen Gegensätzen von dichter Großstadt, lebendigen Alltag und kargem Land in einer beliebigen Schön-Bilder Folge verliert, der in seiner Beharrlichkeit einer Postkartenmontage inszeniert, aufeinander folgende und nicht organisierte Aufzählungen, dicht aneinander drängt. Und dabei immer mehr abdrängt. Eine Kontinuität wäre wünschenswert. Verbindungen so sehr gebraucht. Doch sie bleiben abgegrenzt. Von Westen nach Osten den Blick aus dem Fenster gerichtet in eine Kultur, die eigentlich die seine ist, er doch außen bleibt und ich eigentlich gar nicht dabei bin. Ein Film für Arslan.

Kritiken mit Sinn

Endlich sterben Texte in ihrer Kürze nicht mehr am Sinn. Wenn es Sinn macht, so macht es auch mal wieder Freude länger zu lesen.

In diesem Sinne: New Filmkritik - Für lange Texte

Thursday, August 24, 2006

Auch wenn wir keine Hasen sind













Sehnsucht I Valeska Griesebach, D 2006

Die Sehnsucht in der Ferne nach einer Nähe, die es ganz nah einfach nicht mehr gibt. Wenn man sich kennt und dabei zu sehr kennt, gibt es einfach nichts mehr, was man kennen lernen kann. Und dann kann es einfach aufhören, das zu sein, was man kennt. Die Sehnsucht nach dem was da einmal war in der Suche nach dem was noch kommen kann.

Mit geschlossenen Augen und weit ausgestreckten Armen tanzt Markus auf dem Feuerwehball. In die Musik eintauchend fühlt er nach einer Freiheit, die eigentlich doch gar nicht die seine ist, findet sich wieder in neuen Bewegungsräumen, in denen die Worte nur irgendwo verweilen, kein Platz mehr für ganze Sätze bleibt und keine Zeit für Kaffee. Nachdem wir ganz nah an ihm waren, sein Körper ganz nah an seinem, weckt uns ein fahler Lichtstrahl im Bruch von Ton und Bild. Mit uns im Rücken wacht er allein auf, allein im neuen Raum ohne zu orten, wohin er die Nacht getanzt ist. Alles scheint weit weg: Seine Frau, die Frau von letzter Nacht, die letzte Nacht und auch die Nähe. Und so muss er weiter. Aus dem rosengebetteten Heim zurück im Feuerwehrkombinat vertrauter Gemeinsamkeiten und verirrter Sehnsüchte. Der Bruch im Schnitt bleibt als Bruch im Kopf. Bleibt, wenn er wieder seiner Frau begegnet. „Hallo fremder Mann….!“. Ella ist keine Rose. Und sie kann wohl auch nicht mehr blühen. Zumindest nicht mit Markus. Denn der kann noch nicht einmal Hasen töten. Er kann sich nicht lösen und will auch weit weg. Und weiß auch gar nicht was er will. Im Zwischen vom Mittendrin bleibt er hängen, schleift in scheinbaren Nähen, die näher sind als die anderen und verharrt in Gefühlen, die weiter weg sind als die Blicke.

Ella will, dass sie sich ansehen, wenn sie sich küssen. Und dass sie reden, wenn sie miteinander schlafen. Eben nicht schlafen, sondern wach bleiben, die Augen auf und dabei ganz nah zusammen. Doch schön fühlt er sich nur mit Rose, bleibt hier, auch wenn er gar nicht weiß, wo das so genau ist. Bleibt immer näher und weiß dann doch, dass diese Nähe eigentlich das Weite ist von dem wo er ist. Und dann wird es langsam schwarz.

Erstarrt von der Nähe seiner Sehnsucht, vom Hier seiner Ferne, bleibt auch dieses Schwarz als Bruch. Und er kann sich nicht ändern. Und will aber eigentlich alles. Und dann ist da wieder der Hase. Doch er kann keine Hasen töten. Dann lieber sich selbst. So weit weg kann er es nicht aushalten.

Bäume rauschen und Sträucher wehen im Wind. Kinder spielen auf einer roten Rutsche. Und da nun einfach kein Ende möglich ist, lauschen wir einem möglichen Ende in der Nacherzählung der Kinderrunde. Ein Epilog, der die Nähe nah sein lässt, der möglich macht, dass es möglich ist. In Sehnsucht nach einem Ende dieser Brüche der Nähen. Und dass wir alle keine Hasen sind, auch wenn wir sie nicht töten wollen.

Wednesday, August 16, 2006

Mit strahlendem Licht voran













Auerworld Zeitreisen I Lichtausstrahlung

"Aus welchem Jahrhundert Sie auch kommen, wir werden Ihren Aufenthalt im wunderschönen Thüringen angenehm gestalten", säuselt Reiseleiterin Sylvia zu Beginn einer ungewöhnlichen Kaffeefahrt. Im Bus lauter Zeitreisende: Einige kommen aus der Zukunft des Jahres 2206, andere aus dem historischen Jahr 1806. Mitten unter ihnen - Napoleon. Der hat ein Auge auf Sylvia geworfen und träumt von der Espressomaschine, deren Vorteile den Zeitreisenden wortreich angepriesen werden. Die Verwicklungen lassen nicht lange auf sich warten ...

In dem deutsch-französische Episodenfilm "Auerworld Zeitreisen" lassen Studenten aus Weimar und Aubagne ihrer Phantasie freien Lauf. Anlass ist der 200. Jahrestag der Schlacht bei Jena und Auerstedt, der in Mitteldeutschland als "Rendezvous 2006" begangen wird. Gedreht wurde in Weimar und Auerstedt mit Enthusiasmus, Experimentierfreude und Professionalität unter der Leitung der bekannten Regisseurin Birgit Lehmann und Auerworld-Begründer Micky Remann.

Eine Geschichte über das kleine Glück im Leben, die in der großen dt.-frz. Verpackung den Pathos zur Seite schiebt und zeitreisend einfach alles passieren lässt, was passieren will. Geschichte beobachtend, Geschichten schreibend. Treffpunkt 2006. In diesem Augenblick zusammengefasst sehen wir Zeitreisende im Kaffeefahrtfahrtbus versammelt durch Thüringen reisen, in einem Trip, der die Anthropologie der Menschen auf den Kopf stellt und dabei sogar noch die letzten Fragen der Kunst zu beantworten weiß. Ein kleiner Film über eine große Freundschaft, der weit ab vom Alltag einen Blick auf das Heute gewährt, was so wohl nur aus dieser jener Zukunft möglich sein kann.

I Sa, 19. August, MDR

18Uhr 15 Making of ...Auerworld Zeitreisen
23Uhr 30 Auerworld Zeitreisen



Monday, August 14, 2006

Verdunklungen in den Fluten des Lichts













Freier Wille I Matthias Glasner, D2006

Alleingelassen im Kino. Alles ist viel zu hell. Da, wo eigentlich das Dunkle wohnt. Und hier mehr dunkel sein sollte. Allein im dunklen Licht was da brennt, was sich einbrennt und weh tut. Tief einbrennt und Narben hinterlässt, die nicht loslassen. Die loszulassen es aber wert wären, weil es das einfach nicht wert ist. Der Schmerz, der hier im Alleinlassen ausgelassen wird und es dabei nur noch ums Auslassen geht, ohne den Blick auf das zu richten, was es hätte wertvoll machen können. Das Licht, was dunkel gemacht wird und nicht beachtet wird, um dafür das Dunkle ins Licht zu rücken, ins viel zu rechte Licht. Recht ist das nicht. Sondern Grün und Schwarz. Hell und Dunkel. Und dabei noch nicht einmal das. Blicke, die tief treffen und ein Immerwieder verraten. Und das immer wieder zeigen, so in diesem jenen, rechten Licht ein Mitleid erwecken soll, das nur mit Leid zu ertragen ist. Ein Leid, das so nicht hätte gemacht werden müssen und dafür nicht hätte ertragen werden sollen. Licht nur um des Leidens willen. Nicht Nichtlicht, sondern das Helle, was da Angst macht.

In der Vermischung von Grenzgängen waren wir wohl noch nie gut. Und im Erkennen was das dann ist wohl noch weniger. Und dabei hätten wir doch schon soviel hätten lernen können. Und Licht so heilen.

Nur eins bleibt mir dabei ins Herz getragen: Das will ich nicht. Doch nicht hinsehen hilft auch nicht. Denn da bleibt noch dieser Schrei. Und dieser bleibt. Ob ich nun will oder nicht. Und genau das will ich nicht. Denn das ist das nicht wert. Um des Dunkels willen. Denn wir sind es doch, die das Licht machen können.

Thursday, August 10, 2006

Kritk an der Kritik

Ich habe die Sehnsucht nach einer anderen Filmkritik. Diese Sehnsucht wird nicht erfüllt. Ich sehe drei große Defizite der deutschen Filmkritik. 99 Prozent besteht aus Service, aus falscher Gnade und aus Impressionismus. Was meine ich mit Service? Zwei Daumen hoch, Sternchen, im weitesten Sinne jede Art von Eventberichterstattung und Infohäppchen, die sich auf die Frage zuspitzen: Soll ich in den Film gehen oder nicht? Diese Art von Service verachte ich. Sie hat nichts mit Kino und Filmkritik zu tun.

Was die falsche Gnade angeht: Ich habe mich vor einiger Zeit mit dem Filmkritiker Tobias Kniebe unterhalten. Der meinte: „Wir dürfen alle nicht schreiben, was wir denken, sonst gäbe es den deutschen Film nicht mehr“. Diese falsche Gnade haben wir Filmemacher nicht verdient. Wenn wir uninteressante Filme machen, dann schreibt nicht darüber. Ich finde ganz wichtig, dass Kritiker aus Passion schreiben. Die kann im Verriss wie im Lob stecken. Und dann muss man sich eben auch freikämpfen in diesem Medienzusammenhang und sagen: „Über den Film kann ich nicht schreiben“ oder: „Ich muss einen Verriss schreiben“. Diese falsche Gnade hat auch deshalb keiner verdient, weil das Filmemachen zu anstrengend st, um dann gesagt zu bekommen: „Ja, für `nen deutschen Film ganz gut – und dafür, dass er billig war“.

[…] Meine Idee von Filmkritik wäre aber Herausforderung. Herausforderung in allen Richtungen: An den Leser, an den Filmemacher, aber eben auch an andere Kritiker. Es müsste darum gehen, zu versuchen, größere Perspektiven herzustellen, die dann auch ins Gesellschaftliche gehen. […]

Das sind alles Dinge, die ich vermisse. Woran das liegt, kann ich nicht genau beurteilen. […] Aber klar ist auch, dass die Kritiker das längerfristig auch selbst ändern könnten.

Christoph Hochhäusler (Regisseur und Autor) in der Diskussion „Perspektive Filmkritik“, Revolver Live! vom 17. Juni 2005 im Prater der Volksbühne, publiziert in: Revolver Heft14, Juni 2006, Verlag der Autoren.

Monday, August 07, 2006

So nah, dass kein Licht mehr durchscheinen kann













Komm Näher I Vanessa Jopp, D 2005

Im urbanen Zusammenhang ohne Verbindung rennt Mathilda durch die eiskalte Nacht Berlins, um im Neonlicht der Stadt aufzubrechen. Die Kamera lässt sie nicht los, als sie das Nahe der Nähe nicht mehr ertragen kann. Doch wir beißen uns fest, müssen ausharren was sie aushält. Bleiben. Und berühren sie dabei viel näher als sie es wohl aushalten könnte.

Im Begegnungskreis Berlins ist Mathilda schon längst eine der verlorenen Seelen, wie wir sie im Kino und dieser Stadt erwartet haben. In einer Currywurstbude arbeitend, nachdem sie zig Jobs geschmissen und jede Menge Männer verloren hat, lernt sie des Nachts den Polizisten Bronski kennen, der ihr scheinbar drogengesättigt in die Arme fällt. Doch diese Nähe lässt sie aus den Bahnen werfen. Eine Angrenzung ohne Berührung. Weil schon Berührungen wohl schon einmal angegrenzt sind. Von Menschen „die schon gar nicht mehr wissen, was Liebe ist“ und dabei noch nicht einmal sich selbst aushalten können. Von David, den liebenden Vater, der seinem Sohn Dickmanns auf die Nase setzt und bekifft im Maskenkostüm um Liebe bittet, bis hin zum Taxi fahrenden Andy der raumübergreifend mit Mutter und Tochter telefoniert und in dieser Ferne eine Nähe findet, die er schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch in diesem urbanen Miteinander, was schon keine Luft mehr für ein Füreinander lassen kann, bleibt dennoch eine Bewegung, die unmittelbar auf einander führt. Begegnungen ersehnter Hoffnungen. Und dabei geht Vanessa Jopp in ihrem Reichtum an Einfachheit weiter als so manches Soziallhilfeempfängerdrama um kollidierende Einsamkeiten. Jopp beschreitet eine Nähe, die die Figuren in sich tragen. Sie erreichen sie knapp, um sie alsbald wieder zu verlieren. Unbequem selbstverschuldet und dennoch hoffnungslos zuversichtlich treiben sie so aufeinander zu.

Heroisch und in kindlicher Romantik stürzen sich Johanna und der taxifahrende Andy auf die Straßen der Großstadt um sich leidenschaftlich zu küssen. Ali gesteht, dass sie keine Liebe mehr empfindet. Und Mathilda rennt am nächsten Morgen wieder zur Polizeiwache um alles zurück zu drehen. Und so kollidieren sie scheinbar doch. Unsere nahen Hoffnungen. Und kommen immer näher. Doch plötzlich bleibt das Bild im Stand. Wir bleiben stehen und werden alleingelassen. Bleiben. Mit Mathilda. Und sehen, was sie fühlt. Und wissen, dass sie es nicht kann. Und das wir dabei sein müssen. Und dass wir ihr dabei einfach so nah sind, dass wir ahnen müssen was passiert. Und dass wir es nicht aushalten wollen. Doch bleiben müssen. Auch wenn sich nichts mehr bewegt. In einer Nähe, die so unerträglich menschlich ist, dass wir nicht anders können, als die Unerträglichkeit zuzulassen.

Wednesday, July 12, 2006

Kinoheft - Release - Event














das Kinoheft2 I Releasparty

Am Samstag laden wir zum großen Kinoheft-Release-Event, der diesjährigen Veröffentlichung der Publikation der kritischen Betrachtungen der Berlinale 2006.

Im Rahmen dieser Pracht zeigen wir unseren persönlichen Lieblingsfilm der Filmfestspiele, Lenz, in einer bisher einmaligen Lichtpräsentation in Deutschland. Thomas Imbach reist zu diesem Anlass über die Berge, den Film im Gepäck. Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit in einem Filmgespräch mit dem Regisseur und den schreibenden Kritikern einen Einblick in diese skurrile Verfilmung eines Berges zu bekommen. Über einen Querkopf, dem das Massiv immer wieder in die Quere kommt, gemäß den Zeilen: „It’s better to burn out than to fade away,
my my hey hey.


Mit Sekt&Strawberries, Musik und anschließendem Gelage.

Lichthaus:15.Juli/21:30

Wenn die Sonne durch die Gipfel scheint














Lenz I Thomas Imbach, CH 2006

So sehr auch die Hand versucht, die Sonne zu greifen, entwischt sie immer wieder aufs Neue. Unbeholfen erklimmt Lenz die schneebedeckten Berge, den roten Koffer im weißen Schnee hinter sich her ziehend. Ein auffallender Punkt in der Masse des kleinen Weiß, der aber so schnell dahinrauscht, dass die Kamera ihn kaum verfolgen mag. Im Kleinen verblichen. Geflüchtet in die Natur wird Lenz alsbald eins mit ihr, zelebriert die Gleichwerdung im Laben am Morgentau und taucht den stadtüberfluteten Kopf tief in das eiskalte und fruchtbar unurbane Eiswasser des Gebirges. Schneestaub rieselt auf ihn nieder. Nebelschwaden verhüllen das Licht, das ihn umgibt, von der trennenden Bergspitze des thronenden Matterhorns zerschnitten. Im Tanz um Ehrfurcht und Liebe mit sich und dem Drumherum, weit weg vom Leben und ganz nah an sich.

Der Filmemacher Lenz zieht in die Berge, um sich und seine Familie zu finden. Doch alles was davon übrig bleibt ist ein Fragment. Er mit sich im Film vom Selbst. Er als Teil eines großen Ganzen, das rege Schneetreiben des Massentourismus durchquerend, um die sinngebende Formgebung der Familie zu erreichen. Form als Grundbaustein der Inszenierung, der Formung von Einheiten und der erneuten Zusammenfassung von Formen im Ganzen. In der Inszenierung von Leben als Inszenierung von Kunst. Er als Film. Und er als Natur. Dieses Zuviel an Allem kann er nur fassen, indem er bricht. Der Berg teilt die Luft. Die Familie wird getrennt. Seine Psyche gespalten. Die zu Lenz gespiegelte Figur des Matterhorns, mitten im Film stehend, starr und bewegend, unbewegt teilnahmslos, zerschneidet seine Umwelt als scheinbar einziges Massiv feststehend im Rauschen des Schnees. Doch in der komplexen Fülle der Details, wechselnden Orten und Pfaden, verliert sich die Chance, die Sonne zu fassen, wohl immer mehr. Und das Rauschen setzt sich fort. Die Familie kommt, die Familie geht. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Und so bleiben nur noch Filme von sich selbst. „Nicht eine beobachtete Gesellschaft ablichten, sondern von sich selbst erzählen.“ Ganz nah ranlassen. Um dann wieder zu fliehen.

Eingebuddelt im Iglu, das einfach keine Wärme nach außen lässt, ergeht es Lenz wie dem kleinen Eskimo, der das Radio so sehr liebte, dass er sich selbst ein Cembalo kaufte, doch im Rausch der Töne die Welt um sich vergaß und schließlich von einem für ihn viel zu großen Eisbären gefressen wurde. Doch das Iglu lässt niemanden hinein. Die kalte Schicht wehrt jeden ab. Lenz bleibt im Kampf gegen ein Außen in sich selbst abgeschirmt, entfernt sich von der Gesellschaft, um für sie den Künstlertod zu sterben. Als Poet des Augenblicks schreibt er sein eigenes Fragment, bebt, um weiter leben zu können. Bis an seine Körperlichkeit rasend, dem Geist entgegeneilend, dem Eis trotzend und vor der Wärme flüchtend. Wenn wir dabei auf der Leinwand die großen und wilden Augen eines Lenz im tosenden Drumherum beobachten, so beobachtet er auch sich. Nicht, dass wir sehen was er sieht, sondern wir sehen, wie er sich sieht. Seine Kamera bleibt immer dabei, wandelt bald von einer Ununterscheidbarkeit zur Einheit. Und umso mehr wird die mitgeführte Kamera immer mehr zum Auge. Das Auge, was nur noch blickt und nichts mehr verändern kann. Im Sog der Abbildung aus der Aktion gerissen, kann er seine Familie nicht halten, entwischt die Sonne aus seinen Händen und alles wird wieder zu einem weißen Rauschen.

Formen können nicht gebildet werden, sondern entstehen nur noch. Verfallen und formen sich neu. Im Begreifen ein kleiner Teil des Großen zu sein, umhergewirbelt als Subjekt, behandelt als Objekt, in sich selbst verloren und unentdeckt. Eine warme Geschichte im fruchtbaren Eis der Menschen. Der Künstler als Fragment einer Gesellschaft, die niemanden allein lässt, als Grenzwert inmitten des Einen. Er selbst grenzt aus, bleibt aber als Grenze im Innen des Ausgegrenzten. Eine Gesellschaft, die alles einschließt, umwirbelt und absorbiert, bis es in sich selbst ausgeschlossen, kein Teil mehr von irgendetwas werden kann. Sperrig, zerbrochen und abgehetzt bleibt er am Ende wie am Anfang. Ein Fragment vom Leben.

Tuesday, July 11, 2006

Lichtpremiere















Schokolade im Bauch I Premiere

Pünktlich zum Sommer können am 12. Juli 18Uhr die früchtereifen Meisterstücke der Filmklasse Maugg im Lichthaus bewundert werden. Neben Kurzfilmen von Tristan Vostry, Katrin Beckmann und Christiane Müller wird auch erstmals Schokolade im Bauch von Lena Libertá das Licht des Kinosaals erblicken. Welch' eine Leckerei der Augenfreuden.

Thursday, June 29, 2006

Wenn Bilder verkriselt über die Leinwand wischen
















Reconstruction I Christoffer Boe, DEN 2003

„Beginnen wir damit: Es ist nicht der Anfang, Sehen Sie darüber hinweg“. Alles ist hier verkehrt. Andersherum. Dekonstruierte Rekonstruktion.

Verschwommene Bilder wischen verkriselt über die Leinwand, Lichter leuchten arhythmisch zu den Modulationen von Fred Astaire auf, eingehüllt im Zigarettenrauch verschwinden sie wieder, um den neuen Rekonstruktionen Platz zu geben. „Ein wenig Magie. Ein wenig Rauch. Etwas liegt in der Luft.“ Eine Handlung beginnt. Ein Fotograf und eine Frau verlieben sich und verlassen beide ihre Partner, um sich dann selbst wieder zu verlassen. Doch was war und was wird noch sein? Immer wieder fügen sich Imaginationen in die aufgebrochene Narration. Aus Bildern und Klängen entstehen Gedanken, die sich umgekehrt entwurzelt aus der Visualität in eine virtuelle Realität einschreiben. Ich folge der Aufforderung der Erzählstimme und beobachte die Figuren. Ich sehe dem Fotografen zu, wie er sich verloren im verschwimmenden Puzzle zurechtfinden muss, wie ich nach Mauern und Stützen für mein Denken suche.

Doch alles ist offen. Oder wieder umgekehrt: alles bleibt offensichtlich verschlossen. Verlorene Bedeutungen, Rückschlüsse, Verbindungen knüpfen sich, um sich alsbald wieder zu lösen und mich in neuen Symbiosen als Rauschwade einzuhüllen, ohne dass ich überhaupt registriere, dass ich noch immer rekonstruiere. Die Rekonstruktion des großaufgenommenen Liebeskitschs erweist sich dabei sehr schnell als furchtbar roh. Die kalten Nächte Dänemarks wehen uns durch die Kinosessel, ich blicke aber weiter auf die aufgesprungenen Lippen Aimees und hoffe, dass die Unmöglichkeit des Films nie eine Möglichkeit der Konstruktion finden wird und ich so uferlos in den Gedankenvariationen mitspielen kann. Tief versunken entstehen dabei Träume und Gedanken in der Freilegung offener Assoziationsketten, so dass ich mich in Visionen verliere, dabei immer fragend: Habe ich das gerade selbst gesehen oder ist es das Kino im meinem Kopf? Lichtreflektionen wandern wieder über das Bild, Bewegungen werden zerschnitten und Abläufe aufgespalten. Passagen verpassen sich knapp, um dann wieder neu kombiniert aufeinander zu treffen. Rekonstruktion führt zur Destruktion – des Lebens des Fotografen gleichwohl des Films selbst. Die Konsequenz müssen beide tragen.

Und am Ende habe ich fast vergessen, wer uns das alles erzählt – der verlassene Autor. Gequält lässt er auch seine Figuren allein. So ist es mit der Liebe im kalten Dänemark. „Doch denken Sie daran: Alles ist Film. Alles ist konstruiert. Und dennoch tut es weh!“


Tuesday, June 20, 2006

Zuviel Licht und doch ist nichts zu sehen












Caché I Michael Haneke, F 2005

Leere Bilder. Nichts geschieht. Stille. Das Band wird zurückgespult. Ton bricht aus dem Off herein. Eine unwirkliche Bedrohung von Außen beginnt sich im Innenraum zusammen zu ziehen. Im Zwischenraum der strahlend weißen und strukturierten Wohnung scheint deren starre Außenansicht nichts zu zeigen. Ein Auto wird im Parkverbot abgestellt. Ein Fahrradfahrer fährt vorbei. Nichts geschieht. Stille. Die starre und nicht Anteil nehmende Kamera setzt sich im Innen fort. Setzt fort, dass sie nichts produziert. Was im Innen verborgen ist, bleibt verhüllt. Cache. Gleichermaßen wie das Innen der Figuren. Georges, als Literaturtalkmaster im Fernsehen, dessen Studio als Pappaufsteller der heimischen Essecke erscheint, kann sein Innen nicht preisgeben, seiner Frau Anne bleibt es verborgen. Und so hangelt sich der Film entlang dieser Linie am Zwischen, ohne die Linie zu verlassen und die beiden Pole zusammen zu bringen. Die Transferierung wird dabei nur im Fernsehen deutlich, der Essecke als ein Innen kaschiert, ins Außen transferiert, zeigt Georges in demselben Studiolicht wie in seiner strahlend weißen Wohnung. Die von ihm generierten Bilder, durch rationale Eingriffe umformt, transportieren das Innen nach Außen. So auch die anonym zurückgelassen Videobänder, die nun sein eigenes Inneres aus seiner Vergangenheit ausgraben wollen. „Ich habe nichts zu verbergen!“ Doch die Bilder verschwinden nicht. Und ihre Starre löst eine Bewegung aus, die vom Innen ins Außen überschlägt, doch im Handeln immer noch eine Leerstelle übrig lässt. Und so wird auch bald die Gegenwart zur Vergangenheit, die Zwischenzeit in den Zwischenraum gedrängt und alles kann wieder zu bleiben wie es ist. Nichts geschieht.